Aham Sphurana

Eine Auswahl von Lehren

aus

Sri Gajapathi Aiyyers unveröffentlichem 1936 Tagebuch

Bhagavan Sri Ramana Maharshi

Verleumdung Bhagavans

7. August, 1936
Früh am Morgen kommt wie üblich der Sarvadhikari [Manager] mit einem nassen Dhoti [Baumwolltuch] und wirft sich vor Bhagavan nieder, dessen Augen geschlossen sind. Der meditierende Aghori und ich sind die einzigen Anwesenden in der Halle. Ich beobachte den Meister in einer meditativen Haltung und habe, wie immer bei solchen Gelegenheiten, meine Augen geschlossen. Der Sarvadhikari erhebt sich; er verweilt einen Sekundenbruchteil länger als sonst. Dann geht er auf die Tür zu.
B.: நிற்க .


Der Sarvadhikari bleibt mit einem erschrockenen Ruck stehen.
B.: என்ன ?

S.: Es ist nichts… (nach ein paar Augenblicken, unaufgefordert). Es gibt ein kleines Problem… Ich habe überlegt, ob ich Bhagavan damit belästigen soll…
B.: என்ன ?

S.: [wie Dampf, der aus dem Schornstein eines Zuges dringt] Perumal scheint wild entschlossen zu sein, uns mit jedem Tag mehr und mehr Schwierigkeiten zu bereiten. Es scheint, dass er jeden Morgen zusammen mit einem oder zwei bösen Brahmanen-Komplizen, um seinem Gerede Glaubwürdigkeit zu verleihen, und einigen seiner gleichgesinnten Kumpanen in der Nähe des Kambaththu-IlayanarSamadhi steht, Passanten anspricht und ihnen erfundene Geschichten über Sri Bhagavan erzählt, die ihn in ein schlechtes Licht rücken sollen.
               Neulich hat Sudaresan deswegen hemmungslos bei mir geweint. Gestern hat der elende Verleumder diesen Anglo-Inder vor dem Ashram in die Enge getrieben. Er hat sich als offizieller Inkassobeauftragter des Ashrams ausgegeben und von dem Engländer Geld verlangt. Dieser törichte Mensch hat ihm Rs. 150 gegeben! Soeben habe ich die Nachricht von Chinnayyan erhalten, der die ganze Szene diskret aus der Ferne beobachtet hatte. Perumal hatte ihn aus dem Augenwinkel gesehen; damit er uns nicht sofort alarmiert, hat der Schurke bis zum Einbruch der Nacht mit einem dicken Knüppel vor dem Ashram Wache gehalten und Chinnayyan mit drohenden Gesten angestarrt.
                Chinnayyan ist sofort geflohen, weil er einen Angriff fürchtete. Als er zu mir kam und es mir erzählte, war ich erschüttert. Sogar rechtmäßige Spenden, die dem Ashram zukommen sollten, die ernsthaft als Zeichen des guten Willens von Bhagavans Anhängern angeboten wurden, gehen auf diese Weise verloren. Ich habe daran gedacht, zur Polizei zu gehen. Ich frage mich, ob Bhagavan dieses Vorgehen gutheißen würde…
B.: Was zweifelst du?


S.: [erhellend] Heute nach der Mittagsmahlzeit werde ich vier oder fünf Devotees zusammenrufen und…….
B.: [unterbricht] Was zweifelst du? Natürlich wird das nicht erfolgen.


S.: Aber [selbst] wenn man von den finanziellen Verlusten absieht, könnte der Ashram wegen seiner verleumderischen Aktivitäten bei den Besuchern unbeliebt werden. Natürlich werden diejenigen, die einmal Darshan von Bhagavan erhalten haben, seinen Verleumdungen nicht glauben, aber einige leichtgläubige Neuankömmlinge könnten von ihm getäuscht werden…
B.: [lacht] Ist das deine Sorge? Wenn die Leute seinetwegen ganz aufhören, hierher zu kommen, wird ihm das gesamte Vermächtnis in ewiger Dankbarkeit vermacht werden! [scheinbar nachdenklich] Aber was hat dieser Bettler zu bieten? Einen Stock, drei Lumpen, einen abgenutzten Wasserkrug: wer will das alles?

Dann, immer noch lächelnd, winkt er den verblüfften Sarvadhikari ab und entlässt ihn augenblicklich.

Edited by John David Oct 2021

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