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Ein ehemaliger Klassenkamerad besucht Bhagavan
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„Meiner Meinung nach wird Aham Sphurana, ein Einblick in die Selbstverwirklichung, eine Schatztruhe der Weisheit für die Wahrheitssuchenden im Allgemeinen und für die Anhänger Bhagavans im Besonderen sein.“
Swami Hamsananda – Athithi Ashram, Tiruvannamalai
Ein ehemaliger Klassenkamerad besucht Bhagavan
Herr Abdul Wahab, ein ehemaliger Klassenkamerad Sri Bhagavans an der American Mission High School in Madurai, stattete dem Ashram einen Besuch ab. Der Meister strahlte vor Freude, ihn zu sehen. Dann tauschten sowohl der Meister als auch sein ehemaliger Klassenkamerad in der Halle ihre Erinnerungen aus.
B: In jenen Tagen spielte ich sehr gerne Fußball. Sahib [so sprach Sri Bhagavan den muslimischen Herrn an] achtete besonders darauf, dass er immer auf der gleichen Seite wie ich spielte. Einmal verletzte ich mich beim Spielen an meinem rechten Bein, das sich daraufhin entzündete und anschwoll. Sahib brachte mich in ein nahe gelegenes Krankenhaus und sorgte dafür, dass eine Medizin auf die betroffene Stelle aufgetragen wurde. Erst nachdem die Schwellung etwas abgeklungen war, konnte ich nach Hause zurückkehren; da ich sonst von den Erwachsenen, die nicht im Geringsten damit einverstanden waren, dass ich mich an irgendwelchen Spielen beteiligte, ausgeschimpft worden wäre.
AW: Es beunruhigt mich, wenn ich darüber nachdenke, dass ich Bhagavan so viele Jahre lang vertraulich beim Namen genannt habe, ohne seine Größe zu erkennen oder sie zu realisieren. Venkateswaram Aiyyer war der Name, der Sri Bhagavan bei seiner Geburt gegeben wurde, da der Kuladheivam ihrer Familie Thirupathi Venkatachalapathy war; zur Zeit seiner Einschulung wurde er jedoch aus irgendeinem Grund in Venkatraman geändert.
Sri Bhagavan nahm mich oft samstags zum Thirupparangundram Murugar Kovil mitzunehmen. Er bestand darauf, dass ich zusammen mit ihm die Schreine der verschiedenen Götter besuchte und den Tempel umrundete. Ich protestierte und verwies darauf, dass ich dem islamischen Glauben angehöre, in dem die Anbetung von Götzen als Ungehorsam und Ketzerei gilt, aber er setzte sich immer über meine Einwände hinweg, und sagte, dass diese Unterschiede nicht in Gott seien, sondern lediglich vom Menschen geschaffen wurden.
Bhagavan nahm mich auch gelegentlich mit nach Thirucchuzhi; er fuhr regelmäßig dorthin, um seine Familie zu besuchen. Bhagavans Mutter war eine orthodoxe Brahmanin, aber dennoch gab sie mir Essen, wann immer sie mich sah. Wenn ich es gelegentlich ablehnte, ihn zu begleiten, dann überreichte er mir am nächsten Tag eine Tiffin-Box mit den Worten: „Mutter hat mich gebeten, dir dieses Essen zu geben.“ So freundlich war Bhagavans Mutter!
Sowohl der Moslem als auch Sri Bhagavan hatten an diesem Punkt feuchte Augen, und der Meister blickte plötzlich von der Halle weg zum Fenster und verharrte dort für einige Zeit. Als er sich verabschiedete, überreichte der Moslem dem Meister eine kleine Menge Thangabhasmam und sagte: „Ich habe es speziell für Sri Bhagavan besorgt, da ich weiß, dass er Asthmatiker ist.“
B: Das kann nicht angenommen werden. Es gibt so viele Asthmatiker auf der Welt. Wenn sie alle nach Thangabhasmam verlangen, wird dann die Menge an Gold, die auf der Erde übrig ist, ausreichen? Außerdem, warum all diese ausgefallenen Dinge für mich? Kann ich mir solche Dinge leisten? Ich bin ein Daridranarayanan [im Dienste der Armen], der sich mit dem begnügt, was da ist. Solche exotischen Dinge sind für diejenigen, die einen Geschmack dafür haben und es sich leisten können. Was kann ich mir leisten? Nichts. Selbst das Koupeenam, das ich trage, wurde mir von jemand anderem geschenkt und nicht von mir verdient. Welches Recht habe ich, an diesen ausgefallen Genüssen teilzuhaben? Etwas பழையது [ ] mit etwas Buttermilch genügt mir.
AW: [mitleidig] Aber wird Bhagavan mir zuliebe nicht seine Meinung ändern und mein Geschenk annehmen?
Eine Stimme in der Nähe des Sofas sagte: „Es ist ein Zeichen der Liebe und Zuneigung des Herrn zu Bhagavan. Bhagavan muss es freundlicherweise um unseretwillen annehmen, wenn nicht sogar um seinetwillen.“ Doch der Meister ließ sich nicht überzeugen.
B: Warum all diese ausgefallenen Sachen? Sie haben selbst Familienmitglieder, die an Asthma leiden: ist es nicht so? Ist dieser Körper wichtiger oder in irgendeiner Weise besser als jene Körper? Wie kommt es, dass du sie ignorierst und mir diese Medizin bringst? Wenn du sie denen gibst, die sie wirklich brauchen, werden sie glücklich sein. Ich habe keine Verwendung für solche Dinge. Ich kann nicht denken: „Oh, wir nehmen Medizin für unsere Gesundheit“ und mich dabei glücklich fühlen. (lächelt still vor sich hin). Ich hoffe, du bist mir nicht böse … !
Die beiden Schulfreunde lachten herzlich. Der muslimische Gentleman warf sich vor dem Meister nieder und verließ die Halle.
Editiert von John David Okt 2021
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Nicht-Tun
F.: Wenn ich an der Wurzel des Verstandes bleibe oder als reines Bewusstsein verweile, werde ich dann das Selbst realisieren?
B.: Die Frage zeigt, dass das willkürliche mentale Konzeptualisieren von ,Selbstrealisation‘ immer noch in deinem Kopf aktiv ist. An der Wurzel des Verstandes zu bleiben, sollte eine Selbstverständlichkeit sein; es muss der natürliche Zustand sein. Auf der anderen Seite versuchst du, es mit Absicht zu tun, damit du dadurch die Belohnung bekommst, die du „Selbstrealisation“ nennst. Kann das funktionieren? Nein.
Die Einfachheit, hier zu sein
Meistens identifizieren wir uns mit einer Art inneren Film. Wenn du dich fragst: „Wer bin ich?“ Kannst du sagen: „Nun, ich bin Engländer, ich habe dies gemacht, ich habe das gemacht, jetzt bin ich Lehrer, ich bin Ehemann, Vater.“ Wir haben eine Art inneren Film darüber, wer wir sind.

Erleuchtung ist eine Illusion
Das erste, was ich sagen würde, ist, dass es keine erleuchteten Menschen gibt. Dieses Wort “Erleuchtung” ist ein irreführendes Wort. Es ist wie mit dem Begriff Sex oder Liebe oder Gott, ein Konzept, das weit in der Zukunft liegt. Vielleicht hat das Wort seinen Wert, weil es Menschen dazu bringen kann, sich selbst zu finden, so wie der Gipfel des Mount Everest Menschen dazu bringt, Berge zu besteigen. Auf diese Weise ist das Wort Erleuchtung nützlich, aber wenn man “erleuchtete Menschen” sagt, ist es irreführend, denn es ist nicht möglich, eine erleuchtete Person zu sein. Das ist eine falsche Vorstellung davon, wie die Dinge funktionieren.
Schönheit
Ich weiß nicht, ob dir das schon einmal aufgefallen ist, aber wenn du wirklich, wirklich STILL bist, gibt es so viel Schönheit! Alles ist schön! Heute war einer dieser Tage: das Meer war wunderschön, die Häuser waren wunderschön, die Menschen waren wunderschön, das Wetter war wunderschön, die Bilder waren wunderschön und das Mittagessen war großartig. Der ganze Tag ist wie ein beständiger Strom von Schönheit.

Was ist der Sinn des Lebens?
B.: Das Leben stellt seinen eigenen Sinn nicht in Frage. Es stellt keine Fragen. Es hat nichts zu beanstanden. Es hegt keinen Groll. Deshalb ist es in ewigem Frieden. Dir hingegen, scheint es an Frieden zu mangeln; deshalb stellst du offensichtlich diese Fragen. Wenn du dich ununterscheidbar und untrennbar vom Leben machst, werden keine Fragen über das Leben oder irgendetwas anderes mehr auftauchen, um dich in den unruhigen Sumpf des inneren Tumults und der Sorgen zu stürzen. So bleibst du in Frieden.

Die Verbindung zum Meister
„Wow, diese Stille und Glückseligkeit ist so schön.“ Er stand auf und sagte: „Ich gehe nach unten und mache etwas Joghurt.“ Also folgte ich ihm nach unten und sagte: „Warum machst du das?“ Er sagte: „Wo ist deine Stille jetzt?“ Ich sagte: „Nun, sie ist immer noch hier.“ Er sagte: „Deshalb mach ich das.“

Samadhi
Chad.: Ich fragte meinen Meister, ob es ihm etwas ausmachen würde, mir eine ausführliche Erklärung über den Begriff Samadhi und seine verschiedenen Arten zu geben. Lord Ramana willigte gnädig ein und sprach die folgenden Worte:
B.: Die Bedeutung des Wortes Samadhi wird im Allgemeinen als Vereinigung mit der Wirklichkeit angegeben, aber das ist nicht so. Samadhi bedeutet den Zustand der Nicht-Abgrenzung von der Wirklichkeit oder DEM, WAS IST.

Sei wie du bist
Wenn ich mit spirituellen Suchern spreche, bemerke ich häufig eine Verwirrtheit, wenn es um das Thema “Veränderung” geht. Viele haben Momente oder Phasen erlebt, die ich einen Einblick in die wahre Natur nenne, Momente, in denen sich die Identifikation mit den Gedanken, Gefühlen und all den Dingen, die einen normalerweise festhalten, auflöst.

Sonnenaufgang
DER GESANG DER VÖGEL
ZUM SONNENAUFGANG
DURCHDRINGT UNVERMITTELT
MEIN GANZES SEIN

Meine Aufgabe ist es, dich zu zerstören
Dann, eines Tages, kam die große Veränderung. Ich habe es nie vergessen, bis heute nicht. Er (Papaji) saß mit gekreuzten Beinen auf seinem Bett und ich saß auf dem Krankenhausboden.
Er malte eine Linie und sagte: „Schau.“ Er sagte es mit Nachdruck: „Schau! Das ist eine Linie. Auf dieser Seite der Linie steht alles, was du schon immer gewusst hast, alles, was du jemals getan hast…

Meditation
Wenn man fleißig praktiziert, reinigen Mediationstechniken den Verstand, weil sie Gewahrsein in die unseligen Gedanken- und Gefühlsmuster bringen. Ungesunde Gedanken können das eindringende Licht des Gewahrseins nicht überleben. Nichts reinigt so, wie die Erfahrung des Selbst, die eine Flut von Heilung, Reinigung und spiritueller Energie im bewussten und unbewussten Verstand freisetzt.

Veranstaltung zum 40. Jahrestag
Mit feuchtem Mehl und roter Farbe wurden im ganzen Ashram dekorative Muster auf den Boden gemalt.
Inmitten des ganzen Trubels ist Bhagavans Gedanke folgender: Ich beobachte, wie er den Sarvadhikari zur Seite nimmt und ernst zu ihm spricht:
„Vergiss nicht, die Affen, die Kühe und die Krähen zu berücksichtigen, wenn du die morgigen kulinarischen Vorbereitungen planst; außerdem muss eine angemessene zusätzliche Menge an Vellachcheedais für die Ratten zubereitet werden…“
Der Sarvadhikari nickt nur sanftmütig und sagt: ‚Ja, Bhagawan…‘.

Tag für Tag mit einem Jnani
F: Haben Jnanis keine Sinneswahrnehmung? Wenn Bhagavan zum Beispiel aus Versehen mit seinem Zeh gegen einen Ziegelstein stößt, hat er dann keine Empfindung?
Die Empfindung ist da, aber nicht der Gedanke «Ich fühle diese Empfindung.» Der Zustand des Jnani kann nur von ihm selbst richtig erfasst werden; Andere wundern sich eher über die kompliziert anmutenden Worte ohne wirkliche Kenntnis. Von dem Jnani oder Jivanmuktha wird gesagt, dass er wie eine Person ist, die in einem Haus mit weit geöffneten Türen und Fenstern tief schläft.

Ein ehemaliger Klassenkamerad besucht Bhagavan
B.: Warum all diese schicken Dinge? Du selbst hast Familienmitglieder, die an Asthma leiden: Ist das nicht so? Ist dieser Körper wichtiger oder in irgendeiner Weise besser als diese Körper? Wie kommt es, dass du mir dieses Medikament gebracht hast, ohne sie zu beachten? Wenn du es denen gibst, die es wirklich brauchen, werden sie sich glücklich fühlen. Ich habe keine Verwendung für solche Dinge. Ich kann nicht denken: „Oh! Wir nehmen Medikamente für unsere Gesundheit ein.“ und mich darüber freuen. [lächelt, sagt auf zurückhaltende Weise:] Ich hoffe, du bist mir nicht böse …!

Bewusstsein
F: Nach der Erforschung von ‘Wer bin ich?’ empfinde ich, dass die Leere überwiegt. Was soll ich tun?
B.: Gab es dich oder gab es dich nicht, während die von dir erwähnte Leere vorherrschte? Nur weil du damals existiertest, kannst du dich heute daran erinnern, zu der Zeit etwas erlebt zu haben. Stimmt das?
F.: Ja.
B.: Also, Leere kommt und geht, aber DU BIST immer. Für DICH gibt es weder Kommen noch Gehen. DU BIST jetzt wie DU immer WARST und DU wirst immer SEIN, wie DU jetzt BIST. Gibt es eine Veränderung in DIR, die eins und identisch ist mit dem Licht des Seins des Selbst? Nein. Also halte an diesem DU fest und lass dich nicht von Vergänglichem, Flüchtigem beeinflussen. Phänomene kommen und gehen.