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Spirituelle Weisheiten
aus dem Herzen von Satsang
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Wie können wir den Verstand töten?
Aham Sphurana
Ein Einblick in die Selbstverwirklichung
Neues Buch über Sri Ramana Maharshi
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“Meiner Meinung nach wird Aham Sphurana, ein Einblick in die Selbstverwirklichung, eine Schatztruhe der Weisheit für die Wahrheitssuchenden im Allgemeinen und für die Anhänger Bhagavans im Besonderen sein.”
Swami Hamsananda – Athithi Ashram, Tiruvannamalai
Wie können wir den Verstand töten?
F.: Ein pulsierendes ‘Ich’ –’Ich’, das in mir funkelt. Dies ist ein äußerst friedlicher Zustand, und ich wünschte, ich könnte für immer in ihm verweilen. Leider hält diese Erfahrung nur wenige Sekunden an, bevor sie wieder verschwindet. Kann ich bitte von Bhagavan den Grund dafür erfahren?
B.: Es bedeutet, dass die Tendenzen, die Extrovertiertheit verursachen, noch im Verstand schlummern. Es ist notwendig, unablässig zu üben, den Verstand im Herzen versenkt zu halten, bis alle latenten Tendenzen spurlos ausgelöscht sind.
F.: Wie sollen wir den Verstand töten?
B.: Ist es der Verstand, der den Verstand töten will? Der Verstand kann den Verstand nicht töten. Alles, was du versuchst, mit dem Verstand zu „tun”, wird die Vorstellung vom Verstand nur verstärken und aufrechterhalten. Anstatt sich sinnlos zu fragen: “Wie soll ich den Verstand auslöschen?”, solltest du weiter nach dem Verstand suchen. Die unaufhörliche Suche nach dem, was der Verstand ist, führt dazu, dass er verschwindet.
Es gilt, die Objekte, die durch das reflektierte Licht des Verstandes erscheinen, völlig zu ignorieren und stattdessen die Quelle der Erleuchtung des Verstandes zu suchen. Wenn die Quelle des Verstandes kontinuierlich gesucht wird, beginnt er zu verschwinden.
Der Sinn von Vichara ist es, kontinuierlich an dem Thema festzuhalten. Ganz gleich, welche Erfahrungen auftauchen, schenke ihnen keine Aufmerksamkeit und bleibe weiterhin auf das Thema konzentriert. Das Thema ist deine Vorstellung vom “Ich”. Untersuche diese Vorstellung so lange, bis sie verschwindet.
Edited by John David Oct 2021
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Verleumdung Bhagavans
Verleumdung Bhagavans
7. August, 1936
Früh am Morgen kommt wie üblich der Sarvadhikari [Manager] mit einem nassen Dhoti [Baumwolltuch] und wirft sich vor Bhagavan nieder, dessen Augen geschlossen sind. Der meditierende Aghori und ich sind die einzigen Anwesenden in der Halle. Ich beobachte den Meister in einer meditativen Haltung und habe, wie immer bei solchen Gelegenheiten, meine Augen geschlossen. Der Sarvadhikari erhebt sich; er verweilt einen Sekundenbruchteil länger als sonst. Dann geht er auf die Tür zu.

Veranstaltung zum 40. Jahrestag
Mit feuchtem Mehl und roter Farbe wurden im ganzen Ashram dekorative Muster auf den Boden gemalt.
Inmitten des ganzen Trubels ist Bhagavans Gedanke folgender: Ich beobachte, wie er den Sarvadhikari zur Seite nimmt und ernst zu ihm spricht:
“Vergiss nicht, die Affen, die Kühe und die Krähen zu berücksichtigen, wenn du die morgigen kulinarischen Vorbereitungen planst; außerdem muss eine angemessene zusätzliche Menge an Vellachcheedais für die Ratten zubereitet werden…”
Der Sarvadhikari nickt nur sanftmütig und sagt: ‘Ja, Bhagawan…’.

Sei wie du bist
Wenn ich mit spirituellen Suchern spreche, bemerke ich häufig eine Verwirrtheit, wenn es um das Thema “Veränderung” geht. Viele haben Momente oder Phasen erlebt, die ich einen Einblick in die wahre Natur nenne, Momente, in denen sich die Identifikation mit den Gedanken, Gefühlen und all den Dingen, die einen normalerweise festhalten, auflöst.

Hingabe
F.: Ist Hingabe ein Mittel, um die Vasanas [Tendenzen des Geistes] zu überwinden und zu besiegen, was schlussendlich zur Verwirklichung führt?
B.: Ja: vorausgesetzt die Hingabe ist bedingungslos ist sie ein narrensicherer Weg, um das Selbst zu verwirklichen.
F.: Was ist die Garantie, dass ich das Selbst verwirklichen werde, wenn ich mich hingebe?
B.: Du missverstehst Hingabe.
F.: Wie das?
B.: Sich hin zu geben heißt, alles loszulassen, ohne etwas im Gegenzug zu erwarten. Alles loszulassen beinhaltet auch, das Streben nach Selbstverwirklichung aufzugeben. Angenommen, du hast eine glühende Eisenkugel. Deine Hand zittert vor unerträglichen Schmerzen. Dann schlägt dir jemand vor dass du loslässt.

Es gibt nichts zu bekommen
Ihr seid alle erwacht. Es ist sehr schön, wenn man erkennt, dass man bereits vollständig ist, dass man schon alles hat und dass man von außen gar nichts mehr dazu bekommen kann. Tatsächlich ist das Einzige, was man von außen bekommen kann, nicht so viel nach außen und mehr nach innen zu blicken.

Tag für Tag mit einem Jnani
F: Haben Jnanis keine Sinneswahrnehmung? Wenn Bhagavan zum Beispiel aus Versehen mit seinem Zeh gegen einen Ziegelstein stößt, hat er dann keine Empfindung?
Die Empfindung ist da, aber nicht der Gedanke «Ich fühle diese Empfindung.» Der Zustand des Jnani kann nur von ihm selbst richtig erfasst werden; Andere wundern sich eher über die kompliziert anmutenden Worte ohne wirkliche Kenntnis. Von dem Jnani oder Jivanmuktha wird gesagt, dass er wie eine Person ist, die in einem Haus mit weit geöffneten Türen und Fenstern tief schläft.

Sonnenaufgang
DER GESANG DER VÖGEL
ZUM SONNENAUFGANG
DURCHDRINGT UNVERMITTELT
MEIN GANZES SEIN

Sich in der Nondualität verstecken
JD: Man macht es sich sehr einfach, wenn man sagt: “Ich muss mir nichts ansehen, ich bin nichts.”
F: Ich habe eine Therapie gemacht, bei der ich mit offenem Herzen in einem sehr schönen Raum der Liebe gelandet bin. Dann traf ich dich und Advaita und entdeckte dieses “Oh, ich bin nichts” und wieder musste ich mir nichts anschauen.
JD: Aber das ist nur eine schöne Vorstellung…

Voraussetzungen für Satsang
Es bedarf bestimmter Fähigkeiten, bevor man sich an einen Lehrer wendet, um Freiheit zu erlangen.
Die erste Voraussetzung ist das Unterscheidungsvermögen, unterscheiden zu können, was wahr und was unwahr ist. Dieser feine Unterschied ist ausschlaggebend. Man muss sich nach dem Wahren sehnen und das Unwahre zurückweisen. Nur was wahrhaftig ist, kann Wahrheit sein. Dein wahres Selbst. Es gibt nichts jenseits davon. Alles andere ist unwahr.

Kaushika
F.: Was ist dann die Rolle von Tapas, um Verwirklichung herbeizuführen?
B.: Was denkst du, was Tapas ist? Ist es, dass man mit geschlossenen Augen sitzt, ohne den Körper zu bewegen? Ist es, im Padmasana mit den Händen in Chinmudra zu sitzen? Hingabe ist wahre Tapas. Hört euch die folgende Geschichte an:
Es war einmal ein Asket namens Kaushika. Er war immer sehr stolz auf sich, denn er glaubte, die Feinheiten des Vedanta in- und auswendig zu kennen. Er hatte sein Zuhause verlassen, um dem Studium der Schriften nachzugehen, und nun konnte er getrost damit prahlen, dass er sie alle gemeistert hatte. Eines Tages saß Kaushika unter einem Baum und war in Samadhi versunken. Plötzlich wurde seine Konzentration durch ein lautes Geräusch gestört und er wachte aus seinem Samadhi auf.

J. Krishnamurti’s, Auflösung des Orden des Sterns
B.: Es besteht keine Notwendigkeit, das Zuhause zu verlassen. Verwerfe den Inhalt des Verstandes und werfe so die Fakultät des Geistes weg. Das ist echter Verzicht. Körperlicher Verzicht wird Sie denken lassen: ‘Ich habe auf alles verzichtet.’ Nichts könnte gefährlicher sein. Hier praktizieren wir ausschließlich geistige Entsagung.

Gewahrsein
Gewahrsein ist keine Verpflichtung zu etwas.
Gewahrsein ist eine Beobachtung des Außen und Innen, das keine Richtung mehr hat.
Du bist gewahr, aber das, was du gewahr bist, wird nicht gefördert oder unterstützt.
Gewahrsein ist keine Konzentration auf etwas.

Steve Jobs: Bleibt Hungrig, bleibt Mutig
Niemand will sterben. Selbst Menschen, die in den Himmel kommen wollen, wollen nicht sterben, um dorthin zu gelangen.
Und doch ist der Tod das Ziel, das wir alle teilen. Niemand ist ihm jemals entkommen. Und so soll es sein, denn der Tod ist sehr wahrscheinlich die beste Erfindung des Lebens.

Der denkende Geist
Ich wurde sofort still. Aber ich kehrte immer wieder zu meinen Gedanken zurück, glaubte ihnen und fühlte mich gefangen. Der Verstand ist eine heikle Sache, er macht dich an ihn glauben. Selbst wenn es eine Lüge ist, kann er dich glauben lassen, dass es keine Lüge ist.

Wer ist der Spirituelle Lehrer?
In der Antike und auch noch im modernen Indien wird die jeweilige spirituelle Tradition von einem Lehrer an einen Schüler und wiederum an dessen Schüler weitergegeben. Es gibt also eine Art Linie und niemand erhebt einen persönlichen Anspruch auf diese Linie. Die Wahrheit ist wichtig, nicht der Lehrer. Die Realität ist, dass es nicht möglich ist ein Lehrer zu sein, weil es keine Lehre gibt. Deshalb gibt es auch keinen Schüler.